Auf ins Abenteuer: Wandern in Spanien! Bist du bereit, die schönsten Ecken Spaniens zu Fuß zu erkunden? Von den majestätischen Pyrenäen bis zu den wilden Küsten des Atlantiks warten auf dich atemberaubende Ausblicke und vielleicht der ein oder andere überraschende Moment – wie eine unerwartete Tapas-Pause.
Wusstest du, dass Spanien zu den bergigsten Gegenden Europas gehört? Kein Bock auf Alpen, aber Berge? Spanien ist genau das Richtige für dich! Schnapp dir deinen Rucksack und lass uns losziehen!
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In Spanien kannst du das ganze Jahr über wandern, wenn du dir deine Wandergegend und deine Wanderrouten sorgfältig auswählst.
Am schönsten ist es fast überall im Frühling. Der geht auf den Inseln und ganz im Süden von Spanien teilweise schon im Februar los und zieht sich in den Höhenlagen der Gebirge bis in den Mai oder sogar Juni. Und dann blüht die Landschaft. Ein Traum.
Ein ganz besonderes Highlight ist die Kirschblüte im Jerte-Tal im Norden von Extremadura, die jedes Jahr zwischen Mitte März und Anfang April das Tal in ein weißes Blütenmeer verwandelt. Das Tal läßt sich wunderbar auf mehreren kürzeren und längeren Wanderwegen erkunden und selbstverständlich steigt auch ein großes Kirschblütenfest.
Auch der Herbst kann in den südlichen Landschaften, etwa ab Oktober, wunderschön sein. Dann hat der erste Regen nach dem Hochsommer die Landschaft wieder ergrünen lassen und die milde Luft macht das Wandern bis tief in den November oder sogar Dezember hinein angenehm.
Für die Hochgebirge gelten allerdings die gleichen Regeln wie in den Alpen: ungefähr von Juni bis Ende September kannst du unterwegs sein. Danach musst du mit Schneefall und anderen Widrigkeiten rechnen.
Wenn du im Sommer unterwegs bist, solltest du den Süden besser meiden. Dann ist es einfach zu heiß und ausgedörrt. Weder ist die Landschaft schön, noch ist es angenehm, beim Wandern geröstet zu werden. Dann kannst du auf den meist kühleren und dank mehr Regen grüneren Norden und die Höhenlagen der höheren Gebirge ausweichen. An der Küste zu bleiben ist meist weniger attraktiv, denn die Badestrände teilst du dir im Sommer oft mit Millionen von Badeurlaubern.
Auf den Balearen und den Kanaren kannst du oft das ganze Jahr über wandern und somit auch im Dezember oder Januar die Landschaft entdecken, wenn du deinen Bedarf an Sonne auch im Winter decken willst.
Die Wanderwege in Spanien
Spanien entwickelt sich in den letzten Jahren immer mehr als Wandernation und kommt inzwischen auf über 60 000 km Wanderwege.
In Mitteleuropa wohl am bekanntesten ist das Netzwerk der Jakobswege in Spanien. Wer von den älteren unter uns hat nicht Hape Kerkelings “Ich bin dann mal weg” gehört, gelesen oder gesehen? Entsprechend überlaufen ist teilweise der Camino Frances, der vom französischen St.-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela führt. Aber auch unter den Jakobswegen hast du reichlich Auswahl und kannst dir ruhigere Strecken aussuchen. Bereits auf dem Küstenweg entlang der spanischen Nordküste ist es meist ruhiger und auf der Via de la Plata bist du oft ziemlich allein.
Und es gibt noch so viel mehr zu entdecken.
Die Naturpfade sind ein Netzwerk von inzwischen gut 10 000 km alte Eisenbahnstrecken, Treidelpfade (entlang von Flüssen und Kanälen) oder Viehtrieb-Wege, die für Wanderer erschlossen und markiert wurden. Zu ihnen gehören die grünen Wege (vias verdes), die vor allem auf alten Eisenbahnstrecken entlang führen und dir so die Landschaft oft gemächlicher erschließen, als direkte Wanderwege über die Berge.
Dazu kommen noch weitere Fernwanderwege (die GR-Wege mit mehr als 50km), die teilweise mit dem spanischen Teil der Strecken der Europäischen Fernwanderwege E3, E4, E7, E9, E10 und E12 zusammenfallen. Die GR sind üblicherweise rot-weiß markiert.
Kurzwanderwege (PR) sind 10-50km lang und gelb oder gelb-weiß markiert. Und lokal gibt es dann noch Wege mit weniger als 10km, welche grün markiert werden. Das sind häufig auch Wege, die sich gut einfach mal so in einen Ausflug einbinden lassen oder besonders gut auch für erste Wandererfahrungen mit Kindern geeignet sind.
Was sind die beliebtesten Wanderwege in Spanien?
Camino de Santiago/Camino Francés
Startpunkt: Saint-Jean-Pied-de-Port, Frankreich
Endpunkt: Santiago de Compostela, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 790 km
Anzahl der Etappen: 30-35 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 20-30 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (April-Juni) und Herbst (September-Oktober)
Besonderheiten der Ausrüstung: Pilgerausweis (Credencial)
Gepäcktransport: z.B. Correos Paq Mochila, Jacotrans, Camino Facil
Erfahrungsniveau: Für alle Fitnesslevel geeignet, Grundkondition erforderlich
Höhenangst: Keine problematischen Stellen, der Weg ist gut ausgebaut und meist einfach begehbar
Zelten: Weniger geeignet, da es viele Herbergen gibt; Campingplätze sind selten, Wildcampen ist in vielen Regionen verboten
weitere Informationen: spain.info – Camino Francés
Der Camino Francés, auch bekannt als der Französische Weg, ist der berühmteste und am häufigsten begangene Teil des europäischen Jakobsweg-Netzwerkes. Er startet im französischen Saint-Jean-Pied-de-Port und führt über ca. 790 km durch abwechslungsreiche Landschaften und historische Städte bis nach Santiago de Compostela. Der Weg besticht durch seine kulturellen und natürlichen Höhepunkte, darunter die majestätischen Pyrenäen, die sanften Hügel der Weinregion La Rioja, die weiten Ebenen der Meseta und die grünen Landschaften Galiciens. Zahlreiche historische Stätten, Kirchen und Kathedralen säumen den Weg, die das kulturelle Erbe des Jakobswegs widerspiegeln.
Was den Camino Francés besonders macht, ist die Mischung aus historischer Bedeutung, kultureller Vielfalt und landschaftlicher Schönheit. Die Route ist gut ausgeschildert und bietet eine hervorragende Infrastruktur mit zahlreichen Herbergen und Restaurants, die speziell auf die Bedürfnisse der Pilger zugeschnitten sind. Diese Faktoren machen den Weg sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Anfänger attraktiv. Besonders im Frühling und Herbst ist das Wandern auf dem Camino Francés angenehm, da das Wetter mild ist und die Pilgerströme geringer sind als im Sommer. Die Pilgergemeinschaft und die Begegnungen unterwegs sind ein weiterer Aspekt, der diesen Weg zu einer besonderen Erfahrung macht.
GR 11 (Transpyrenäische Route)
Startpunkt: Cap de Creus, Spanien
Endpunkt: Hondarribia, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 820 km
Anzahl der Etappen: 45-50 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 15-20 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Sommer (Juli bis September)
Besonderheiten der Ausrüstung: Wanderausrüstung für alpine Wandertouren inkl. Notfallset & Kartenmaterial (evtl. auch Notfall-Campingausrüstung)
Gepäcktransport: unbekannt
Erfahrungsniveau: Fortgeschrittenes Niveau, gute Kondition und Erfahrung in alpinem Gelände erforderlich
Höhenangst: Einige steile und exponierte Stellen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig
Zelten: Gut geeignet, viele abgelegene Gebiete mit Möglichkeiten zum Wildcampen; jedoch Einschränkungen in Naturschutzgebieten
Der GR 11, auch bekannt als die Transpyrenäische Route, ist eine herausfordernde Fernwanderung, die die gesamte spanische Seite der Pyrenäen von Ost nach West durchquert. Der Weg beginnt am Cap de Creus an der Mittelmeerküste und endet in Hondarribia am Atlantik. Mit einer Gesamtlänge von etwa 820 km und einer Dauer von 45-50 Etappen ist die Route für erfahrene Wanderer ausgelegt, die sowohl physisch als auch mental gut vorbereitet sind.
Was den GR 11 besonders macht, ist die spektakuläre und vielfältige Landschaft, die von hohen Berggipfeln, tiefen Tälern und klaren Bergseen geprägt ist. Wanderer passieren zahlreiche Nationalparks und Naturschutzgebiete wie den Ordesa y Monte Perdido Nationalpark und den Aigüestortes i Estany de Sant Maurici Nationalpark, die atemberaubende Aussichten und einzigartige Flora und Fauna bieten. Die Route führt durch abgelegene Dörfer und bietet Einblicke in die lokale Kultur und Traditionen der Pyrenäenregion.
Aufgrund des alpinen Charakters des GR 11 sind eine gute Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung in Bergwanderungen erforderlich. Es gibt einige exponierte Abschnitte, die für Menschen mit Höhenangst eine Herausforderung darstellen können. Die beste Zeit, den GR 11 zu begehen, ist der Sommer, wenn die meisten Schneefelder geschmolzen sind und die Temperaturen angenehm sind. Der Weg ist für Zeltwanderer gut geeignet, allerdings sollte man die lokalen Vorschriften zum Wildcampen beachten, besonders in Naturschutzgebieten.
Camino del Norte
Startpunkt: Irún, Spanien
Endpunkt: Santiago de Compostela, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 825 km
Anzahl der Etappen: 34-38 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 20-25 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (Mai-Juni) und Herbst (September-Oktober)
Besonderheiten der Ausrüstung: Pilgerausweis (Credencial)
Gepäcktransport: z.B. Correos Paq Mochila, Camino Facil
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, Grundkondition und etwas Wandererfahrung erforderlich
Höhenangst: Keine besonderen problematischen Stellen, der Weg verläuft meist entlang der Küste und durch sanfte Hügel
Zelten: Bedingt geeignet, da es viele Herbergen gibt; Campingplätze sind vorhanden, Wildcampen ist weitgehend verboten
weitere Informationen: spain.info – Camino del norte
Der Camino del Norte, auch als Nordweg bekannt, führt entlang der beeindruckenden Nordküste Spaniens von Irún nahe der französischen Grenze bis nach Santiago de Compostela. Mit einer Gesamtlänge von ca. 825 km erstreckt sich der Weg über etwa 34-38 Etappen. Der Nordweg ist weniger überlaufen als der bekanntere Camino Francés und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Kantabrische See sowie die Möglichkeit, durch charmante Küstenstädte und das grüne Hinterland des Baskenlands, Kantabriens, Asturiens und Galiciens zu wandern.
Der Camino del Norte zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt und kulturellen Höhepunkte aus. Wanderer können malerische Küstenlandschaften, traditionelle baskische Dörfer und historische Städte wie San Sebastián, Bilbao und Santander entdecken. Die Route verläuft meist durch sanfte Hügel und entlang der Küste. Trotz der Nähe zum Meer sind die Wege gut markiert und die Infrastruktur für Pilger hervorragend ausgebaut, mit zahlreichen Herbergen und anderen Unterkunftsmöglichkeiten.
Der Weg erfordert ein mittleres Erfahrungsniveau und eine gute Grundkondition. Die beste Zeit für den Camino del Norte ist der Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Pilgermassen geringer sind. Dies ermöglicht ein angenehmes Wandern und die Möglichkeit, die landschaftliche und kulturelle Vielfalt dieser Region in vollen Zügen zu genießen. Für Wanderer, die mit Zelt unterwegs sind, bietet die Route bedingt Möglichkeiten zum Camping, wobei Wildcampen verboten ist und es empfehlenswert ist, die zahlreichen Herbergen und Campingplätze entlang der Route zu nutzen.
Caminito del Rey
Startpunkt: Ardales, Spanien
Endpunkt: El Chorro, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 7.7 km
Beste Wanderzeit: Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November)
Besonderheiten der Ausrüstung: Feste Wanderschuhe, Helm (wird gestellt)
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, Grundkondition erforderlich
Höhenangst: Viele exponierte Stellen, für Menschen mit Höhenangst ungeeignet
weitere Informationen: Caminito del Rey
Der Caminito del Rey, einst bekannt als einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt, hat nach umfangreichen Renovierungen an Sicherheit gewonnen und bietet heute eine einzigartige und spektakuläre Wandererfahrung. Der Weg erstreckt sich über ca. 7,7 km von Ardales nach El Chorro und führt durch beeindruckende Schluchten, entlang steiler Felswände und über schwindelerregende Hängebrücken. Die Landschaft ist atemberaubend und der Blick in die Tiefe faszinierend, was den Caminito del Rey zu einer besonderen Attraktion macht.
Der Weg wurde ursprünglich als Versorgungsroute für Arbeiter in einem Wasserkraftwerk angelegt und ist heute ein touristisches Highlight. Besondere Höhepunkte sind die Passagen entlang der senkrechten Felswände und die spektakuläre Hängebrücke über die Schlucht Desfiladero de los Gaitanes. Die Wanderung erfordert eine gewisse Schwindelfreiheit und ist nichts für Menschen mit starker Höhenangst, da viele Abschnitte stark exponiert sind. Aufgrund der guten Infrastruktur und der bereitgestellten Sicherheitsausrüstung ist der Weg jedoch auch für Wanderer mit mittlerer Erfahrung gut machbar.
Der Caminito del Rey ist am besten im Frühling oder Herbst zu begehen, wenn das Wetter mild und die Besucherzahlen geringer sind. Während der Sommermonate kann es sehr heiß werden, was die Wanderung anstrengender macht. Ein Helm wird gestellt, um die Sicherheit der Wanderer zu gewährleisten. Diese Kombination aus Abenteuer, Geschichte und spektakulärer Natur macht den Caminito del Rey zu einem unvergesslichen Erlebnis.
La Ruta del Cares
Startpunkt: Poncebos, Asturien, Spanien
Endpunkt: Caín, Kastilien und León, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 12 km (einfach)
Beste Wanderzeit: Frühling (Mai-Juni) und Herbst (September-Oktober)
Besonderheiten der Ausrüstung: normale Wanderausrüstung für einen Tagesausflug
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, Grundkondition erforderlich
Höhenangst: Einige exponierte Stellen, Trittsicherheit erforderlich
weitere Informationen: Ruta del Cares
Die Ruta del Cares, auch bekannt als „La Garganta Divina“ (Die göttliche Schlucht), ist eine der spektakulärsten Wanderungen in den Picos de Europa. Die Route verläuft entlang der beeindruckenden Cares-Schlucht und verbindet die Dörfer Poncebos in Asturien und Caín in Kastilien und León. Mit einer Gesamtlänge von etwa 12 km (einfach) ist die Wanderung eine der bekanntesten und beliebtesten in der Region. Sie folgt dem Lauf des Cares-Flusses, der sich durch steile Felswände schlängelt und atemberaubende Ausblicke bietet.
Die Ruta del Cares besticht durch ihre dramatische Landschaft, die von hohen Felswänden, tiefen Schluchten und klaren, sprudelnden Gewässern geprägt ist. Der gut ausgebaute Weg ist teils in den Fels gehauen und bietet zahlreiche Tunnel und Brücken, die die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Die Route erfordert Trittsicherheit und eine gute Grundkondition, da es einige exponierte Stellen gibt, die Wanderer mit Höhenangst herausfordern können.
Am besten erwandert man die Ruta del Cares im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild und die Besucherzahlen geringer sind. Diese Jahreszeiten bieten zudem die schönsten Landschaftserlebnisse, mit blühender Flora im Frühling und farbenfrohen Laubwäldern im Herbst. Die Wanderung ist als Tagesausflug ideal und erfordert nur grundlegende Ausrüstung wie feste Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser und Snacks. Die Ruta del Cares ist ein beeindruckendes Naturerlebnis, das sowohl erfahrene Wanderer als auch Familien und Naturliebhaber begeistert.
GR 221 (Ruta de Pedra en Sec)
Startpunkt: Port d’Andratx, Mallorca, Spanien
Endpunkt: Pollença, Mallorca, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 140 km
Anzahl der Etappen: 8-10 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 15-20 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November)
Besonderheiten der Ausrüstung: normale Wanderausrüstung für südliche Gefilde
Gepäcktransport: Mallorca Hiking (auf Anfrage)
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, Grundkondition erforderlich
Höhenangst: Einige exponierte Stellen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
Zelten: Bedingt geeignet, Wildcampen ist nicht erlaubt, jedoch gibt es offizielle Zeltplätze und Herbergen
weitere Informationen: Trockenmauerweg – GR221
Die GR 221, auch bekannt als Ruta de Pedra en Sec oder Trockenmauerweg, durchquert die beeindruckende Serra de Tramuntana auf der Insel Mallorca. Der Wanderweg erstreckt sich über etwa 140 km von Port d’Andratx im Südwesten bis nach Pollença im Nordosten der Insel. Diese Route führt durch malerische Bergdörfer, über historische Pfade und entlang beeindruckender Trockenmauern, die der Strecke ihren Namen geben. Die GR 221 ist in 8 bis 10 Etappen unterteilt und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Mittelmeer sowie die vielfältige Flora und Fauna der Serra de Tramuntana.
Was die GR 221 so besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus kulturellem Erbe und natürlicher Schönheit. Wanderer können traditionelle mallorquinische Architektur, wie alte Bauernhäuser und Klöster, sowie die berühmten Trockenmauern entdecken, die die Route prägen. Zudem bietet die Strecke eine abwechslungsreiche Landschaft mit Bergen, Wäldern und Küstenabschnitten. Die gut markierten Pfade und die hervorragende Infrastruktur mit zahlreichen Herbergen und Refugios machen die GR 221 sowohl für erfahrene Wanderer als auch für weniger geübte Abenteurer attraktiv.
Die beste Wanderzeit für die GR 221 ist der Frühling oder Herbst, wenn das Klima angenehm mild ist und die Landschaft in voller Blüte steht oder sich in herbstlichen Farben präsentiert. Im Sommer kann es auf Mallorca sehr heiß werden, was die Wanderung anstrengender macht. Diese Faktoren machen die GR 221 zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle, die die natürliche und kulturelle Vielfalt Mallorcas hautnah erleben möchten.
GR 92 (Mittelmeerweg)
Startpunkt: Portbou, Katalonien, Spanien
Endpunkt: Ulldecona, Katalonien, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 580 km (katalanischer Abschnitt)
Anzahl der Etappen: 30-35 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 15-25 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November)
Besonderheiten der Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
Gepäcktransport: CostaBravaTaxi an der Costa Brava
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, gute Grundkondition erforderlich
Höhenangst: Wenige exponierte Stellen, der Weg verläuft meist entlang der Küste
Zelten: Gut geeignet, zahlreiche Campingplätze und offizielle Zeltplätze entlang der Route
Sonstiges: der GR92 ist Teil des E10 und des E12
weitere Informationen: wikipedia, Costa Brava-Abschnitt
Der GR 92, auch bekannt als Mittelmeerweg, ist ein beeindruckender Fernwanderweg, der entlang der katalanischen Küste des Mittelmeers von Portbou nahe der französischen Grenze bis nach Ulldecona verläuft. Mit einer Gesamtlänge von etwa 580 km ist der Weg in 30-35 Etappen unterteilt, die durch abwechslungsreiche Küstenlandschaften, malerische Fischerdörfer und historische Städte führen. Der GR 92 bietet Wanderern die Möglichkeit, die Vielfalt der katalanischen Küste zu erleben, von steilen Klippen und Sandstränden bis hin zu dichten Wäldern und sanften Hügeln im Landesinneren.
Der GR 92 ist besonders reizvoll durch seine Nähe zum Mittelmeer, was atemberaubende Ausblicke und die Möglichkeit für erfrischende Pausen am Strand bietet. Kulturelle Höhepunkte entlang der Route umfassen historische Stätten, mittelalterliche Dörfer und lebendige Städte wie Barcelona und Tarragona. Diese Mischung aus Natur und Kultur macht den GR 92 zu einem einzigartigen Wandererlebnis, das sowohl Erholung als auch Entdeckungen bietet. Aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur mit zahlreichen Campingplätzen und Unterkünften ist der Weg auch für Zeltwanderer bestens geeignet.
Die beste Wanderzeit für den GR 92 ist im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter angenehm mild ist und die Temperaturen ideal zum Wandern sind. Im Sommer kann es sehr heiß werden, was die Wanderung anstrengender macht, während der Winter in den Küstenregionen mild, aber feuchter sein kann. Die Route erfordert eine gute Grundkondition und ist für Wanderer mittleren Niveaus gut geeignet, da sie keine extremen Höhenunterschiede oder besonders technische Abschnitte beinhaltet. Insgesamt bietet der GR 92 ein abwechslungsreiches und lohnendes Wandererlebnis entlang einer der schönsten Küstenabschnitte Spaniens.
GR 7 (Spanischer Teil des Europäischen E4)
Startpunkt: Tarifa, Andalusien, Spanien
Endpunkt: Andorra la Vella, Andorra
Gesamtlänge: Ca. 1.900 km
Anzahl der Etappen: 75-80 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 20-25 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November)
Besonderheiten der Ausrüstung: typische Wanderausrüstung für Fernwanderungen
Gepäcktransport: unbekannt
Erfahrungsniveau: Fortgeschrittenes Niveau, gute Kondition und Erfahrung in Langstreckenwanderungen erforderlich
Höhenangst: Einige exponierte Stellen in Gebirgsregionen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig
Zelten: Gut geeignet, zahlreiche Campingplätze und ein paar seltene Möglichkeiten zum Wildcampen in bestimmten Regionen
weitere Informationen: sehr wenige Infos online auffindbar, eine Beschreibung für den andalusischen Abschnitt
Der GR 7, der spanische Teil der Europäischen Fernwanderroute E4, ist eine epische Langstreckenwanderung, die von Tarifa an der südlichen Spitze Spaniens bis nach Andorra la Vella in Andorra führt. Mit einer beeindruckenden Gesamtlänge von etwa 1.900 km erstreckt sich der Weg durch eine Vielzahl von Landschaften, darunter die grünen Täler Andalusiens, die trockenen Hochebenen Kastiliens und die majestätischen Pyrenäen. Diese Route bietet Wanderern die Möglichkeit, die kulturelle und natürliche Vielfalt Spaniens in all ihren Facetten zu erleben.
Ein besonderes Merkmal des GR 7 ist die enorme landschaftliche und klimatische Vielfalt entlang der Strecke. Wanderer durchqueren historische Städte, traditionelle Dörfer, Nationalparks und abgelegene Bergregionen. Die Route führt durch mehrere autonome Gemeinschaften Spaniens, jede mit ihrer eigenen Kultur, Gastronomie und Geschichte. Die Herausforderungen variieren von einfachen, gut markierten Wegen in niedrigeren Regionen bis hin zu anspruchsvollen Abschnitten in den Pyrenäen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern.
Die beste Zeit für die Wanderung ist im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Landschaft besonders reizvoll ist. Der Sommer kann in den südlichen und zentralen Teilen Spaniens sehr heiß werden, während der Winter in den nördlichen Gebirgsregionen Schnee und kalte Temperaturen bringt. Der GR 7 ist gut für Zeltwanderer geeignet, mit vielen offiziellen Campingplätzen und einigen wenigen Wildcamping-Möglichkeiten, insbesondere in abgelegenen Gebieten. Wanderer sollten jedoch gut vorbereitet sein, mit entsprechender Ausrüstung und einer guten Kondition, um die Herausforderungen dieser langen und abwechslungsreichen Route zu meistern.
Sierra Nevada Sulayr Rundweg
Startpunkt: Refugio Postero Alto, Spanien (variabel, da Rundweg)
Endpunkt: Refugio Postero Alto, Spanien (variabel, da Rundweg)
Gesamtlänge: Ca. 300 km
Anzahl der Etappen: 19-24 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 12-20 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Herbst (Ende August bis Oktober)
Besonderheiten der Ausrüstung: normale Wanderausrüstung für Bergwanderungen
Gepäcktransport: unbekannt
Erfahrungsniveau: Fortgeschrittenes Niveau, gute Kondition und Erfahrung in Gebirgswanderungen erforderlich
Höhenangst: Einige exponierte Stellen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig
Zelten: Gut geeignet, zahlreiche Campingplätze und einige Möglichkeiten zum Wildcampen (mit Einschränkungen in Naturschutzgebieten)
weitere Informationen: andalucia.org – Sierra Nevada Sulayr Rundweg
Der Sierra Nevada Sulayr Rundweg, auch als GR 240 bekannt, ist ein spektakulärer Fernwanderweg, der die majestätischen Gipfel und Täler der Sierra Nevada in Andalusien umschließt. Mit einer Gesamtlänge von etwa 300 km ist dieser Rundweg in 19-24 Etappen unterteilt und bietet eine atemberaubende Vielfalt an Landschaften, von schneebedeckten Gipfeln über alpine Wiesen bis hin zu tiefen Tälern und klaren Bergseen. Der Name „Sulayr“ bedeutet „Berg des Lichts“ in der alten maurischen Sprache, was die eindrucksvolle Schönheit und die Lichtspiele dieser Region treffend beschreibt.
Dieser Weg hebt sich von anderen durch seine Vielfalt an natürlichen und kulturellen Höhepunkten ab. Wanderer können den höchsten Gipfel des spanischen Festlands, den Mulhacén, bestaunen, durch abgelegene weiße Dörfer wandern und die einzigartige Flora und Fauna des Sierra Nevada Nationalparks entdecken. Die Route ist technisch anspruchsvoll und erfordert eine gute Kondition sowie Erfahrung in Gebirgswanderungen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig, da einige Abschnitte exponiert und herausfordernd sind.
Die beste Zeit, den Sulayr Rundweg zu wandern, ist im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die Natur in voller Blüte steht oder in herbstlichen Farben leuchtet. Der Sommer kann sehr heiß und der Winter schneereich sein, was die Bedingungen erschwert. Der Weg ist für Zeltwanderer gut geeignet, mit zahlreichen Campingmöglichkeiten und der Möglichkeit zum Wildcampen in bestimmten Abschnitten. Dies macht den Sulayr Rundweg zu einem unvergesslichen Erlebnis für fortgeschrittene Wanderer, die die spektakuläre Berglandschaft und die kulturellen Schätze Andalusiens entdecken möchten.
GR 99 (Ebro-Naturwanderweg)
Startpunkt: Fontibre, Kantabrien, Spanien
Endpunkt: Deltebre, Katalonien, Spanien
Gesamtlänge: Ca. 1.280 km
Anzahl der Etappen: 42 Etappen
Etappenlänge: Durchschnittlich 30 km pro Tag
Beste Wanderzeit: Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis November)
Besonderheiten der Ausrüstung: normale Fernwander-Ausrüstung
Gepäcktransport: unbekannt
Erfahrungsniveau: Mittleres Niveau, gute Kondition und Langstreckenerfahrung erforderlich
Höhenangst: Wenige exponierte Stellen, Trittsicherheit an einigen Abschnitten erforderlich
Zelten: Gut geeignet, zahlreiche Campingplätze und Möglichkeiten zum Wildcampen
weitere Informationen: caminos naturales – GR 99
Der GR 99 Ebro-Naturwanderweg, auch als Camino Natural del Ebro bekannt, erstreckt sich von den Quellgebieten des Ebro in Fontibre, Kantabrien, bis zur Mündung in Deltebre, Katalonien. Mit einer beeindruckenden Gesamtlänge von etwa 1.280 km führt dieser Fernwanderweg entlang des längsten Flusses Spaniens durch verschiedene Regionen und Landschaften. Der Weg folgt dem Flusslauf des Ebro und bietet atemberaubende Ausblicke auf das Flusstal, historische Städte und vielfältige Naturlandschaften.
Der GR 99 bietet Wanderern die Möglichkeit, die kulturelle und natürliche Vielfalt Nordspaniens zu erleben. Zu den Höhepunkten gehören die majestätischen Klippen und Schluchten des Flusses, die malerischen Weingebiete La Riojas, die historischen Städte wie Zaragoza und Tortosa sowie die ruhigen Flussauen des Ebro-Deltas. Die Wanderung erfordert ein mittleres Erfahrungsniveau und eine gute Kondition, da die Etappen teilweise lang und anspruchsvoll sind. Die Strecke ist größtenteils gut markiert und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Rast und Verpflegung.
Die beste Zeit für den GR 99 ist im Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Landschaft in voller Blüte steht oder in herbstlichen Farben erstrahlt. Die Sommermonate können in einigen Regionen sehr heiß werden, während der Winter in den höher gelegenen Gebieten kühl und regnerisch sein kann. Die Mischung aus kulturellen Schätzen und beeindruckenden Naturlandschaften macht den GR 99 zu einem einzigartigen Wandererlebnis, das sowohl erfahrene Wanderer als auch Natur- und Kulturliebhaber begeistert.
Bücherecke für die Wege
Hier findest du Wanderführer für diese Wege, sofern ich welche finden konnte:
Wo kannst du auf den Wanderungen schlafen?
Im ganzen Land gibt es viele Herbergen ähnlich klassischen Bed & Breakfasts. Entlang der Fernwanderwege und der Jakobswege sind die Wirte meist bestens auf Wanderer eingestellt. Entlang der Jakobswege gesellen sich oft Klöster und andere größere Herbergen dazu und in den Städten kannst du bei Bedarf meistens auf Hotels ausweichen.
Wenn du willst, findest du auch die oft wirklich schönen, aber nicht billigen Paradores und schläfst in einem kleinen Palast. Im Süden v.a. in Andalusien und Katalonien findest du auch Cortijos und Masías, traditionelle Landgüter, die zu Gästehäusern umgebaut wurden, und mal ein anderen Flair als Wanderherberge bieten.
In den Bergen, v.a. den Pyrenäen, gibt es auch die klassischen Refugios, Berghütten, die meist vom FEDME (dem spanischen Bergsport-Verband) betrieben werden.
Campingplätze gibt es ebenfalls reichlich im ganzen Land, für alle, die lieber zelten. Wild-Camping ist grundsätzlich verboten und nur in den höheren Gebirgen oberhalb von 2000 Hm erlaubt, sofern man keine Spuren hinterläßt. In manchen Naturparks sind Zonas de acampada controlada ausgewiesen, wo du kontrolliert zelten kannst, aber diese Stellen sind doch recht selten.
Welche Ausrüstung wird gebraucht?
In Spanien brauchst du meist nur die normale Wanderausrüstung. Gut sitzendes Schuhwerk mit griffiger Sohle, Wanderkleidung und ein gut sitzender Rucksack. Dazu alles notwendige, um dich sicher zu orientieren und natürlich Wasserflaschen und eventuell eine Wasserblase für die Reserve, wenn es mal längere Strecken durch trockenes Gebiet geht.
Im regenreichen Norden und Nordwesten lohnt es sich oft, etwas höherwertige Regenausrüstung dabei zu haben. Sonst reicht eine einfache Notausrüstung meist aus. Nicht umsonst kommen viele Orte in Spanien auf bis zu 3000 Sonnenstunden im Jahr.
Dafür ist ein guter Sonnenschutz Pflicht. Sonnenhut und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Besonders wenn du entlang von Gewässern oder in Gebieten mit hellem Untergrund wanderst, solltest du die enorme Reflektion mit auf dem Radar haben. Wir haben auch gerne unsere Schirme dabei, die eine reflektierende Außenschicht haben. Das ist wie eine tragbare Wolke. Nur dort, wo es viel Wind gibt, müssen sie leider geschlossen bleiben.
Wenn du in den Bergen unterwegs bist, solltest du auch über Trekkingstöcke nachdenken. Wie üblich können sie das Bergwanderer-Leben bedeutend angenehmer machen und nebenbei über manche knifflige Stelle helfen.
Wie läßt sich Ausrüstung ersetzen/ergänzen?
Da Spanien trotz aller Entwicklungen der letzten Jahre noch nicht wirklich die etablierte Wandernation ist, hast du es schwer, wenn du unterwegs feststellst, dass dir etwas fehlt oder etwas kaputt gegangen ist. Besonders gut ausgestattet sind die bereits gut etablierten Wanderregionen wie Pyrenäen, Camino Francés und Picos de Europa. Dort finden sich häufiger mal ein Decathlon, Intersport oder im El Corte Inglés ein Outdoor-Abteilung. Oder auch spezialisierte Einzelhändler im nächsten größeren Ort.
Wenn nichts in der Nähe ist, oder du nicht findest, was du brauchst, kannst du im Internet suchen gehen. Der lokale Platzhirsch ist Barrabes, ein seit 1995 etablierter Versandhändler aus den Pyrenäen. Aber auch Decathlon.es ist gut etabliert und Amazon.es glänzt wie üblich mit seinem breiten Sortiment und schnellem Versand (sofern du auf die angegebenen Lieferzeiten achtest).
Die größten Paketdienstleister in Spanien sind Correos (die Spanische Post), DHL, SEUR (DPD Spanien), FedEx oder UPS. Innerhalb Spaniens brauchen Pakete meist 1-3 Tage. Pakete aus Deutschland sind je nach Gegend 3-6 Werktage unterwegs, was du zusätzlich zum Zeitpunkt bis zum Versand einkalkulieren musst.
Packstationen und Locker sind in größeren Orten recht verbreitet. Wenn du als Adresse allerdings eine Abholstation von Amazon (Amazon Locker) angeben willst, solltest du dich vorher unbedingt erkundigen, ob diese in einem Laden eingebaut ist und was die Öffnungszeiten des entsprechenden Ladens sind.
Auch Paketshops gibt es inzwischen reichlich im Land und vielleicht liegt auch einer in der Nähe deiner Route in einigen Tagen.
Sonst kannst du vorher freundlich bei einem deiner zukünftigen Unterkünfte anfragen, ob du dir ein Paket dorthin liefern lassen kannst. Meist ist das kein Problem und das Paket wartet dann oft schon auf dem Zimmer auf dich.
Der Proviant: Wie versorgst du dich auf der Wanderung mit Essen
In Spanien stockst du deinen Proviant wie in den meisten Ländern Europas meist im Supermarkt auf. Wenn du durch einen größeren Ort kommst, kannst du auf Supermärkte treffen, die von 9-21 Uhr geöffnet haben.
In den kleineren Orten findest aber auch noch deutlich häufiger als in Deutschland kleine Tante-Emma-Läden, welche meist von 9-14 Uhr und 17-20 Uhr geöffnet sind.
Zwar sind die meisten Supermärkte und Läden am Sonntag und an den großen Feiertagen geschlossen, aber gerade in touristisch geprägten Gebieten findest du oft Läden, die zumindest am Sonntag Vormittag noch einmal öffnen.
Wenn du dringend Nachschub brauchst, aber nichts geöffnet hat, versuche eine größere Tankstelle anzusteuern. Oft ist dort ein Mini-Supermarkt angeschlossen, der rund um die Uhr geöffnet ist, und du findest zumindest irgendetwas zu essen.
Wochenmärkte finden in vielen kleineren und größeren Orten statt, meist mittwochs oder samstags. Dort findest du wie üblich frische Produkte und auch die typische Spezialitäten der jeweiligen Region. Koste dich durch, Spanien ist ziemlich bunt mit seiner Küche mit teilweise arabischen Einflüssen im Süden und jeder Menge Meeresspezialitäten entlang der Küsten.
Wenn du an Markthallen vorbei kommst, lohnt es sich meist einen Blick hinein zu werfen. Nicht nur für die frischen Waren, aber du findest dort oft auch Cafés und Bars, wo du Essen bekommst. Auch Restaurants halten sich oft noch in mehr kleinen Orten als wir es bei uns inzwischen gewöhnt sind.
Entlang der Wanderwege gibt es natürlich meist auch in den Herbergen, auf den Berghütten und in den Gasthäusern ein Mahlzeit für den hungrigen Wanderer.
Die Öffnungszeiten von Restaurants und Bars verschieben sich allerdings im Vergleich zu Mitteleuropa eher nach hinten. So sind die meisten Restaurants mittags von 13-16 Uhr geöffnet und das Abendessen geht praktisch nie vor 20 Uhr los. Häufig erst 21 h.
Der häufigste Ruhetag ist Montag oder Dienstag, diese Tage und die Feiertage solltest du bei deiner Planung besonders im Auge behalten, um nicht ohne Abendessen dazustehen.
Trinken – Hinweise für die Wasserversorgung unterwegs
In Spanien kannst du grundsätzlich das Wasser aus den Wasserleitungen trinken. Besonders wenn du im Norden oder den regenreicheren Gegenden nahe der Pyrenäen unterwegs bist, hast du meist eine sehr gute Wasserqualität in den Leitungen und kannst deine Wasservorräte in den Herbergen aufstocken. Sämtliche nicht ausdrücklich als Trinkwasserbrunnen gekennzeichneten öffentlichen Wasserquellen solltest du allerdings tunlichst meiden.
Nur im Süden des Festlandes und auf den Inseln (Balearen, Kanaren) solltest du dich vorher nochmal nach der Qualität des Leitungswassers erkundigen, denn dort ist die Qualität noch nicht lückenlos auf dem von der EU geforderten Niveau. Das liegt dann meist an den alten Leitungen, die noch nicht in der Neuzeit angekommen sind. Oft ist auch das Wasser aus dem Hahn so kalkhaltig und gleichzeitig so gechlort, dass es einfach ungenießbar ist.
Manche Dörfer werden sogar 1x pro Woche per Tanklaster mit Trinkwasser versorgt, da das sonst verwendete Wasser aus den örtlichen Brunnen nicht gesund ist. Wenn du in solchen Gegenden wanderst, musst du die Augen offen halten und deine Wasservorräte aus dem Supermarkt oder eben dem Tanklaster organisieren (sofern du an einem vorbei kommst).
Kurze Informationen für die Anreise
Sprache: hauptsächlich Spanisch (Castellano), in einigen Gegenden Regionale Sprachen wie Baskisch, Galizisch und Katalan.
Verständigung: In erster Linie (das kastilianische) Spanisch, das meist auch von Personen in den Gebieten mit eigener Sprache einigermaßen verstanden wird. In etablierten Touristengebieten findest du häufig auch Personen mit Englisch- oder Französisch-Kenntnissen, hier und da auch mal Deutsch. Wie so oft kommst du aber am Besten mit einem Lächeln und rudimentärem Spanisch weiter. Im Fall der Fälle helfen Google Translate oder die App von Deepl.
Währung: Euro
Zahlungsmittel: in erster Linie Kreditkarte (Visa/Mastercard). Bargeld wird noch verwendet (vor allem in kleineren Geschäften), aber seltener als in Deutschland. Neuere Zahlungsmethoden breiten sich vor allem in den Städten aus, kommen aber auch langsam auf dem Land an
Zeitzone: gleiche Zeitzone wie der Rest von Mitteleuropa
Mit dem Flugzeug zu den internationalen Flughäfen im ganzen Land.
Wenn du mit dem Zug anreisen möchtest, suchst du dir den nächsten Abfahrtsbahnhof für TGV oder Thalys nach Paris oder Lyon. Von Paris, Lyon, Valence und einigen weiteren frz. Städten auf dem Weg fahren dann TGV bzw. das spanische Äquivalent AVE nach Barcelona oder Madrid.
Diverse Europa-Buslinien bringen dich ebenfalls nach Spanien, wenn du lieber mit dem Bus unterwegs bist.
In Spanien gibt es ein recht gut ausgebautes Schienennetz, welches vor allem vom staatlichen Betreiber RENFE betrieben wird. Das wachsende Hochgeschwindigkeitsnetz macht viele Inlandsflüge überflüssig (insbesondere von und nach Madrid oder Barcelona). Das Regionalschienennetz verbindet viele kleinere Orte. Es gibt sogar einige Nachtzugverbindungen quer durch das Land.
Und Fernbusse (besonders die von ALSA und Avanza) fahren da, wo der Zug noch nicht hingekommen ist.
Dazu kommt noch ein örtliches Bussystem, das dann die restlichen Meter abdeckt.
Insgesamt gehört das Nahverkehrsnetz in Spanien zu den Besten in Europa.
Strom kommt in Spanien mit 220V aus der Steckdose und für die brauchst du keinen Adapter. Wenn du also auf deiner Wandertour regelmäßig in Herbergen aller Art übernachtest, benötigst du am ehesten eine Powerbank, um mal Herbergen ohne funktionierende Steckdose zu überbrücken, und eventuell einen Multistecker, falls du deine Steckdose teilen musst.
Nur wenn du längere Strecken im Gebirge oder sehr abgelegenen Routen erwandern willst, solltest du überhaupt über regenerative Energiequellen nachdenken. Aber meist lohnt es sich für Wanderer einfach nicht und das zusätzliche Gewicht ist in zusätzlichen Powerbanks besser angelegt.
Sicherheit & Notfälle
Allgemeine Sicherheit
Grundsätzlich ist Spanien ein sehr sicheres Reiseland und vor allem, wenn du dich abseits der großen Touristenorte bewegst, passiert dir kaum etwas. Auf deine Sachen solltest du natürlich immer achten und dazu beitragen, dass die leider immer wieder auftauchenden Verwechslungen mit anderer Leute Material unterbleiben und du es nicht selbst dem leider niemals ausrottbaren gemeinen Langfinger nicht zu einfach machst.
Also kurz gesagt: Halte deine sieben Sachen beisammen, schalte den gesunden Menschenverstand ein, pass normal auf und es sollte dir nichts passieren.
Begegnungen mit Tieren
Wo die Menschen kein Problem sind, solltest du trotzdem ein wachsames Auge auf die örtlichen Hunde haben. Freilaufende Hunde in Dörfern sind immer noch häufig und manchmal sind ein paar unangenehme Zeitgenossen darunter. Es kann eine gute Idee sein, einen Trekkingstock oder Pilgerstab im Einsatz zu haben. Spätestens bei dem Anblick halten die meisten Kläffer Abstand. In Gebieten mit Wölfen oder Bären sind oft auch Herdenschutzhunde im Einsatz, denen du mit dem entsprechenden Respekt begegnen solltest. Die hellen Riesen sind oft friedlich genug gegenüber Wanderern, aber Warnhinweise sollte du unbedingt beachten.
Wildtiere
Vor den größeren Wildtieren bist du in Spanien ziemlich sicher. Zwar gibt es in den größeren Gebirgen Wölfe und Bären, aber üblicherweise lassen sie den normalen Wanderer in Ruhe, sofern er seinerseits die Tiere in Ruhe läßt und auf örtliche Warnhinweise achtet. Wildschweine sind genauso respektvoll zu behandeln wie in Mitteleuropa.
Dafür können dir in Spanien die kleineren Tiere zu schaffen machen. Es gibt einige giftige Schlangen- und Spinnenarten, sowie besonders im Süden kleinere Skorpione und anderes Kleingetier, die sehr schmerzhaft zubeissen oder zustechen können. Einige davon sind giftig, tödliche Ausgänge aber extrem selten. Trotzdem tun solche Bisse oder Stiche meist höllisch weh. Es ist daher sinnvoll sich einige gute Gewohnheiten einzuprägen:
- Handtücher und Kleidungsstücke grundsätzlich vor dem verwenden ausschütteln oder wann auch immer sie auf dem Boden lagen
- Rucksäcke immer möglichst aufhängen
- Schuhe ausschütteln, bevor du hineinsteigst
- nie unnötig Steine anheben oder umdrehen (und wenn nötig, dann mit dem Bewußtsein, daß jemand unter dem Stein sein kann, der jetzt sauer ist)
- in warmen, felsigen Gegenden vorausschauend wandern und aufpassen, wo du die Füße hinsetzt
- in dichtem Gras und Gestrüpp immer mit Schuhwerk und Socken unterwegs sein (eventuell sogar die Socken über die Hosenbeine ziehen um auch Zecken und anderen Kleintieren das Leben zu erschweren)
Tiere in küstennahen Gewässern
Wenn du in Küstennähe unterwegs bist, solltest du dich über giftige Quallen, giftige Fische und die Portugiesische Galeere erkundigen. Einige davon sind ernsthaft gefährlich und du solltest unbedingt herausfinden, was auf dem geplanten Küstenabschnitt zu erwarten ist.
Pflanzen
Bei den Pflanzen gibt es kaum wirklich Warnungen. Natürlich gibt es giftige bis sehr giftige Pflanzen, wie z.B. den Oleander. Aber wenn du dich nicht auskennst und daher die Finger von den Pflanzen lässt, hast du meist auch keine Probleme zu fürchten, da kaum Pflanzen mit Kontaktgift verbreitet sind.
Nur der Riesenbärenklau breitet sich leider auch in den feuchteren Regionen in Spanien aus (Doldenblütler, bis zu 3,5m hoch und 1,5m breit, also ein unübersehbarer Riese mit lila Flecken auf dem grünen Stängel). Von dem solltest du mehr Abstand halten als vor einer Brennessel, da der Pflanzensaft mit späterer Sonneneinstrahlung Verbrennungen und Quaddeln auf der Haut hervorrufen kann, die teilweise ärztlich behandelt werden müssen. Der heimische Wiesenbärenklau wird übrigens nur etwa 2m hoch und ist harmlos.
Wenn du Hilfe brauchst
Wenn du trotz guter Planung Hilfe nach einem Unfall brauchst, wählst du die 112. Zwar ist der Handyempfang in Spanien in den meisten Gegenden besser als in einigen ländlichen Gebieten in Deutschland, aber dafür ist die Bergrettung in Spanien finanziell noch deutlich sparsamer ausgestattet als in den Alpen. Entsprechend lang kann es dauern, bis Hilfe eintrifft. Ein gutes 1.-Hilfe-Paket im Rucksack mit den entsprechenden Kenntnissen, um es zu verwenden, ist also Pflicht. Und die Bergrettung dank guter Planung und umsichtiger Tourenwahl gleich gar nicht zu brauchen, natürlich noch besser. Aber das hoffen wir ja alle.
Deine EHIC-Karte solltest du immer mitführen und sollte anerkannt werden, trotzdem kann es eine gute Idee sein, eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung dabei zu haben. Denn die EHIC deckt keine Privatkliniken, Rücktransporte oder sonstige zusätzlichen Kosten ab.
Wo findest du weitere Informationen zum Wandern?
Das spanische Tourismus-Portal www.spain.info hält viele Informationen für angehende Spanien-Wanderer bereit (und auch alle, die nicht nur wandern wollen). Sie sind auch auf outdooractive vertreten, wo du dir jede Menge Ideen holen kannst.
Bücherecke
Hier findest du noch einige Bücher über Wandertouren in spanischen Regionen allgemein und ein paar weitere Wanderwege (vor allem Jakobswege):
Spanien zu Fuß zu erkunden, kann eine wunderbare Erfahrung sein. Von den Küsten und Olivenhainen am Mittelmeer über die Berge der Sierra Nevada, Pyrenäen oder die Hänge der Picos de Europa zur grünen Küste im Norden zwischen Galizien und dem Baskenland gibt es jede Menge zu entdecken. Und wenn du den Rest der iberischen Insel erkunden möchtest, gehst du einfach nach Portugal weiter. Oder willst du dir die Pyrenäen von der anderen Seite ansehen und die Küsten nach Norden und Osten weiter erkunden? Dann ab nach Frankreich.
Viel Spaß beim Wandern!
